Anlage 3 BFSG: Welche Informationen auf Websites wichtig werden

    Anlage 3 BFSG betrifft Informationen über Dienstleistungen. Was Website- und Shopbetreiber strukturiert prüfen und dokumentieren sollten.

    Sechs Pflichtangaben der Barrierefreiheitserklärung als abgehakte Checkliste.

    Bei BFSG denken viele zuerst an Kontrast, Buttons und Screenreader. Das ist wichtig.

    Aber es gibt noch einen anderen Punkt, der oft unterschätzt wird: Informationen über die Dienstleistung.

    Anlage 3 BFSG beschreibt Informationen über Dienstleistungen, die den Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen.

    Für Website- und Shop-Projekte bedeutet das: Nicht nur der technische Zustand zählt. Auch die Art, wie Informationen bereitgestellt und dokumentiert werden, kann relevant werden.

    Kurzantwort

    Anlage 3 BFSG ist für Website- und Dienstleistungsanbieter wichtig, weil sie Informationspflichten über barrierefreie Dienstleistungen betrifft. Diese Informationen sollten strukturiert geprüft und dokumentiert werden.

    Warum Anlage 3 wichtig ist

    Viele kleine Unternehmen fragen:

    Was muss eigentlich auf meiner Website stehen?

    Die ehrliche Antwort ist: Das hängt vom konkreten Angebot und Scope ab.

    Aber wer eine betroffene Dienstleistung anbietet, sollte sich mindestens mit folgenden Punkten beschäftigen:

    • Welche Dienstleistung wird angeboten?
    • Welche barrierefreien Informationen werden bereitgestellt?
    • Wo sind diese Informationen auffindbar?
    • Sind sie verständlich?
    • Sind sie selbst zugänglich?
    • Gibt es Hinweise auf nicht barrierefreie Teile?
    • Gibt es Alternativen oder Kontaktmöglichkeiten?
    • Sind Annahmen und offene Punkte dokumentiert?

    Warum das kein reines Design-Thema ist

    Accessibility ist nicht nur UI. Es geht auch um:

    • Verständlichkeit
    • Auffindbarkeit
    • Dokumentation
    • Nutzerführung
    • Informationsstruktur

    Eine technisch gute Website kann trotzdem schlecht informieren. Eine schöne Barrierefreiheitsseite hilft wenig, wenn sie wichtige Nutzerfragen nicht beantwortet.

    Was häufig fehlt

    Bei vielen Websites fehlen:

    • klare Accessibility-Informationen
    • nachvollziehbare Beschreibung der Dienstleistung
    • Hinweis, welche Bereiche geprüft wurden
    • Umgang mit offenen Problemen
    • Kontaktmöglichkeit für Barrierefreiheitsfragen
    • dokumentierte nächste Schritte
    • Retest-Logik

    Das erzeugt Unsicherheit. Nicht nur beim Betreiber, sondern auch beim Webdesigner oder Dienstleister.

    Anlage 3 im Prüfworkflow

    In einem strukturierten Website-Accessibility-Prozess sollte Anlage 3 nicht am Ende zufällig auftauchen. Sie gehört als eigener Schritt in den Workflow:

    Scope
    → Website-Flows
    → technische Checks
    → Anlage-3-Informationen
    → Findings
    → Maßnahmenplan
    → Report

    Mini-Checkliste

    Prüfe:

    • Gibt es eine Informationsseite zur Barrierefreiheit?
    • Ist sie leicht auffindbar?
    • Ist sie verständlich formuliert?
    • Bezieht sie sich auf die konkrete Dienstleistung?
    • Werden relevante Nutzerflows erwähnt?
    • Werden offene Probleme dokumentiert?
    • Gibt es Kontakt oder Feedbackmöglichkeit?
    • Ist die Seite selbst zugänglich?
    • Ist unklar, ob Legal Review nötig ist?

    Wichtig: keine falsche Sicherheit

    Eine Vorlage kann helfen. Aber sie ersetzt keine rechtliche Prüfung.

    Wenn unklar ist, ob oder wie Anlage 3 konkret anzuwenden ist, sollte Legal Review markiert werden.

    Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung, keine Zertifizierung und keine Konformitätsgarantie. Er beschreibt einen strukturierten Prüf- und Dokumentationsansatz.

    FAQ

    Was ist Anlage 3 BFSG?

    Anlage 3 BFSG betrifft Informationen über Dienstleistungen, die den Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen.

    Muss jede Website eine Anlage-3-Seite haben?

    Das hängt vom konkreten Scope und Angebot ab. Eine pauschale Antwort wäre unseriös.

    Kann eine Vorlage rechtliche Prüfung ersetzen?

    Nein. Eine Vorlage kann strukturieren, aber keine Rechtsberatung ersetzen.

    Warum ist das für Webdesigner relevant?

    Weil Kunden häufig nicht nur technische Fixes brauchen, sondern auch verständliche Informationen und Dokumentation.

    Was ist der sichere nächste Schritt?

    Scope klären, relevante Informationspflichten markieren und bei Unsicherheit Legal Review einplanen.

    Passendes Asset

    Website Accessibility Compliance Workflow Stack

    Statt einzelner Scanner-Warnungen ein geführter Durchlauf vom Scope-Check bis zum fertigen Kundenreport.