Offenlegung

    Fehlerprotokoll unserer Prüf-Engine.

    Eine Prüfung, die Barrieren findet, kann selbst welche haben. Hier steht jeder Fehler, den wir in unserer eigenen Engine gefunden haben: was falsch war, wie es aufgefallen ist, wer betroffen war und was sich geändert hat.

    Wir führen diese Liste, weil ein Anbieter ohne Fehler entweder nicht prüft oder nicht hinsieht. Sie ist kein Vertrauensbeweis durch Perfektion, sondern durch Nachvollziehbarkeit.

    1. Unsere KI meldete 23 Verstöße, die keine waren

      Was falsch war
      Die Sprachprüfung für Kriterium 2.4.6 (aussagekräftige Überschriften und Beschriftungen) stufte kurze Beschriftungen als verdächtig ein. Auf unserer eigenen Website meldete sie dadurch 23 Verstöße auf 9 von 26 Seiten, darunter „Name“, „E-Mail“ und „Ablauf“, alle vollständig korrekt. In einem Kundenbericht wären das 23 Mängel gewesen, die jemand hätte beheben sollen, ohne dass etwas kaputt war.
      Wie es auffiel
      Durch die Selbstprüfung: wir lassen die Engine regelmäßig gegen die eigene Website laufen und erwarten dort null automatische Mängel. Der Sprung von 0 auf 23 war das Signal.
      Betroffen
      Kein ausgelieferter Bericht. Der Fehler entstand und verschwand am selben Tag, während die Prüfung noch gebaut wurde.
      Folge
      Zwei Ursachen, beide beseitigt. Erstens galt „höchstens zwei Wörter“ als Verdachtsgrund. Kürze ist aber kein Mangel, ein einziges Wort kann ein Feld vollständig beschreiben. Zweitens bekam das Sprachmodell den Verdachtsgrund mitgeteilt und bestätigte ihn brav. Es sieht jetzt nur noch den Text und den Kontext, nicht die Vermutung. Nachmessung: 26 Seiten, null Mängel.
    2. Unsere Erklärung zur Barrierefreiheit war auf dunklen Websites selbst nicht barrierefrei

      Was falsch war
      Die Erklärung, die wir zum Einbauen mitliefern, brachte feste Grautöne mit. Auf einer Website mit dunklem Hintergrund ergab das ein Kontrastverhältnis von 1,93:1, nötig sind 4,5:1. Das Dokument, das die Barrierefreiheit einer Seite erklärt, wäre dort selbst unlesbar gewesen.
      Wie es auffiel
      Eine Fachprüferin, der wir eine Erklärung geschickt hatten, bemängelte, dass der mitgelieferte Stilblock schwer einzubauen und nicht für Telefone geeignet sei. Beim Nachbau ihres Falls fiel der Kontrastfehler zusätzlich auf.
      Betroffen
      Alle bis dahin erzeugten Erklärungen, sofern sie in eine dunkle Website eingebaut wurden. Auf hellen Seiten war der Kontrast in Ordnung.
      Folge
      Alle Farben werden jetzt aus der Textfarbe der Zielseite gemischt statt fest gesetzt. Nachgemessen auf hellem und dunklem Grund: 0 von 12 Textstellen unter der Grenze. Eine Abfrage der Systemeinstellung „dunkler Modus“ haben wir dabei entfernt. Sie fragt das Betriebssystem und nicht die Website und hätte bei dunklem System und heller Seite genau den umgekehrten Fehler erzeugt.
    3. Der mitgelieferte Stilblock hätte fremde Websites umgefärbt

      Was falsch war
      Im Stilblock der Erklärung standen Regeln für Grundelemente wie Absätze, Überschriften, Tabellen und Links ohne Einschränkung auf unseren Bereich. Wer ihn kopiert hätte, hätte damit das Aussehen seiner GANZEN Seite verändert.
      Wie es auffiel
      Rückmeldung einer Fachprüferin aus der Praxis: „Body-Styling kommt mit ins HTML, Kopieren geht nicht gut, und mobil ist es nicht optimiert.“
      Betroffen
      Jede Erklärung, die als Stilblock in eine bestehende Seite eingebaut wurde. Die eigenständige PDF- und HTML-Fassung war nie betroffen.
      Folge
      Der Stilblock ist getrennt: alles liegt jetzt unter einer einzigen Klasse, Schrift und Farbe werden von der Zielseite geerbt. Das Fragment bringt keine eigenen Seitenbereiche mehr mit, weil zwei Hauptbereiche in einem Dokument selbst ein Prüfbefund wären. Gemessen: null Abweichungen am Layout der Zielseite mit und ohne Einbettung.

    Einen Fehler in einem unserer Berichte gefunden?

    Dann schreiben Sie uns. Können Sie einen Befund mit den Angaben aus dem Bericht nicht nachvollziehen, streichen wir ihn und liefern die korrigierte Fassung nach, ohne Diskussion und ohne Kosten. Ist der Fehler in der Engine, steht er anschließend hier.

    [email protected]

    Was wir zusagen und woran Sie uns messen können, steht auf der Seite zum Prüfbericht. Was unsere Engine automatisch entscheidet und was ein Mensch ansieht, steht auf der Seite zu unserer eigenen Barrierefreiheit.